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Die OKJA in Bergedorf kurz vor der Wahl bei der letzten Bezirksversammlung

Am Donnerstagabend, den 30. Januar 2020, fand in Bergedorf um 18 Uhr die letzte Bezirksversammlung vor der Bürgerschaftswahl statt. Die Gelegenheit für die OKJA in Bergedorf so kurz vor der Wahl nochmal auf sich aufmerksam zu machen. Gesagt – getan!

Bereits gegen 16.30 Uhr trafen sich mehr als 10 Kolleg*innen aus den Bergedorfer Einrichtungen und stellten große bunt beschriftete Kartons mit den Forderungen der OKJA an die Politik vor dem Bergedorfer Rathaus (Bezirksamt) auf. „Stabile Basis für gute Arbeit“, „Mehr Stunden für mehr Arbeit“ und auch „Ausfinanzierung der OKJA“ – das sind nur einige unserer sinnbildlichen Wahlprüfsteine der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg.

Ergänzt wurden die bunten Forderungen durch große Sprechblasen mit Aussagen der jugendpolitischen Sprecher*innen der verschiedenen Fraktionen zur OKJA in Hamburg (siehe Fotos). Woher diese Aussagen kamen?

Kolleg*innen der OKJA vorm Bergedorfer Rathaus

Im November 2019 fand ein hamburgweiter Fachtag der Interessenvertretung der Offenen Arbeit unter dem Titel: „Hamburg-wachsende Stadt – Wo bleibt die Offene Arbeit?“ statt. Die Wichtigkeit der OKJA mit ihren für junge Menschen sehr wichtigen, nicht ersetzbaren Potentialen wurde in den Mittelpunkt des Tages gestellt. Vertreter*innen aus der Wissenschaft (Gunda Voigts, Professorin an der HAW Hamburg und Marcus Menzl, Professor an der TH Lübeck) blickten mit ihrer jeweiligen Fachexpertise auf das Arbeitsfeld der OKJA. In einer abschließenden Podiumsdiskussion kamen die jugendpolitischen Sprecher*innen der unterschiedlichen Fraktionen des Hamburger Senates zu Wort (Mehr dazu in der aktuellen Ausgabe vom  „Forum“, 4/4 Dez. 2019).

Das klingt ja erstmal nicht schlecht. Doch was steckt dahinter? Wieder nur leere Phrasen vor der Wahl? Oder ernstgemeinte Absichten?

Das wollten wir als Fachkräfte der OKJA genauer wissen und besuchten gemeinsam zu Beginn der Bezirksversammlung die öffentliche Bürgerfragestunde. Unsere Fragen: Wie sieht für Sie eine konkrete und zukunftsfähige Förderung der Offenen Arbeit in Hamburg aus? Wofür möchten Sie sich als Parteivertreter*innen einsetzen?

Als Antwort folgten warme aufbauende Wort von den Grünen und der Linken, die SPD rechtfertigte sich in einem kurzen Statement, dass man nun ja mal sehen müsse, wie sich die OKJA in Zeiten von Ganztag eventuell auch verändern müsse (Ähm?! Wir haben seit 2013 mit dem Ganztag zutun. Da gibt es inzwischen mehr als eindeutige Erkenntnisse, dass die OKJA sich eben nicht verändern sollte, sondern vielmehr ihre Kernkompetenzen ausbauen muss.) und die CDU entgegnete, dass dem eben nicht so sei und die OKJA trotz Ganztag weiterhin wichtig wäre. Die restlichen Fraktionen blieben still.

Konkrete Antworten auf unsere Fragen haben wir also wieder einmal nicht erhalten. Es blieb so kurz vor der Wahl wieder bei vagen Formulierungen, dass die OKJA ja wichtig sei, so richtig aus dem Fenster lehnen wollte sich aber niemand.

Die Bergedorfer Zeitung hat über unsere Aktion berichtet. Zum Artikel hier klicken.

Umso wichtiger also, dass die OKJA in Hamburg weiterhin laut bleibt und für ihre Interessen einsteht!

Für die AG OKJA Bergedorf

Katharina Przybylski

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