Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Hamburg hat gewählt – Expertinnen rufen die neue Landesregierung zu Politikwechsel auf

Forderungen an einen Politikwechsel in der Hamburger Jugendhilfe von Dr. Charlotte Köttgen, Kinder- und Jugendpsychiaterin, Prof. Dr. Ursel Becher, Sozialdezernentin i.R., Christiane Mettlau, Landesreferentin im Verband für Sonderpädagogik (vds) und Cordula Stucke, Leitung Kinderschutzzentrum Hamburg

Die derzeitige Situation der Jugendhilfe in Hamburg veranlasst uns, die im Folgenden vorgestellten Forderungen für eine zukünftige Jugendhilfepolitik in Hamburg zu formulieren. Wir vermissen politische Zielvorstellungen, die sich an den gesellschaftlichen Realitäten und den Intentionen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) orientieren. Stattdessen erleben wir das Agieren und Reagieren im Jugendhilfebereich als eine nicht aufeinander bezogene Ansammlung von Maßnahmepaketen, Projekten und individuellen Einzelfallmaßnahmen. Das ist teuer und ineffektiv.

"Wir vermissen politische Zielvorstellungen, die sich an den Intentionen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes orientieren."

Lesetage selber machen – Vattenfall Tschüss sagen

Ein Hamburger Lesefest im April: Als Alternative zu den alljährlich im Frühjahr stattfindenden "Vattenfall-Lesetagen" - dem laut Eigenwerbung "größten privatwirtschaftlich finanziertem Literaturfestival Norddeutschlands" hat sich aus dem Kreis einiger Hamburger Vattenfall-GegnerInnen eine Initiative gebildet, die Lesetage veranstalten möchte, denen nicht der Ruch anhaftet, Brunsbüttel, Krümmel und Moorburg sollten/könnten hinter schönen oder spannenden Geschichten an ungewöhnlichen Orten zum Verschwinden gebracht werden. Und die Unterstützung für das Vorhaben wächst. Vor allem die GEW ruft LehrerInnen und PädagogInnen auf, sich an der Veranstaltungsreihe zu beteiligen.

Zum Thema Jungenarbeit

Ab und an befasst sich auch die Hamburgische Bürgerschaft mit Kindern und Jugendlichen. So wird z.B. heute der Senatsbericht zum Thema Jungenarbeit debattiert. In dem Zusammenhang auch interessant: „Leitlinien für…

Ein Lebensbaum mit pinkfarbenen Blättern – Protest gegen Kürzungen im JHA Altona

Ein Bericht aus der Sitzung:
Die Sitzung des Jugendhilfeausschusses Altona am Montag, den 06.12.2010, wurde von mehreren Dutzend Kindern, Jugendlichen und KollegInnen aus verschiedenen Einrichtungen im Bezirk Altona protesthaft besucht. Es wurden Plakate gegen Kürzungen hochgehalten und zwei VertreterInnen der AG §78 lasen eine Resolution vor, in der die Funktion und die Aufgaben der Einrichtungen in der OKJA beschrieben wurden und in der die Parteien, das Jugendamt und der JHA aufgefordert wurde, keine Kürzungen vorzunehmen. Es wurde auch die Überparteilichkeit der AG § 78 betont und ihre Kompromissbereitschaft, gemeinsam mit allen VertreterInnen und Parteien im JHA für den Erhalt von Personalstellen und anderen Mitteln einzutreten. Zum Schluss wurde symbolisch ein selbst gebastelter Lebensbaum mit pinkfarbenen Blättern überreicht.

Kommando Pink in der Hamburger Innenstadt

Farbe bekennen wollten PädagogInnen und BesucherInnen aus Einrichtungen der Offenen Kinder- Jugend- und Familienarbeit in den unterschiedlichsten Hamburger Stadtteilen. Und ganz offensichtlich haben sie das am Freitag, 3. Dezember beim Flashmob am Rand des Weihnachtsmarkts am Gerhart-Hauptmann-Platz getan. Aber seht selbst: [youtube https://www.youtube.com/watch?v=eN7L8HjJryU?fs=1&hl=de_DE&rel=0&color1=0xcc2550&color2=0xe87a9f&w=550&h=334] Mit herzlichem Dank an utopieTV...... und an Theo Bruns für die folgenden Bilder:

Flashmob am 03.12.2010

Am 03. Dezember wird ein vom Netzwerk Offene Kinder- und Jugendarbeit organisierter Flashmob stattfinden. Wir wollen damit unseren Protest gegen die drastischen finanziellen Kürzungen des Hamburger Senats unterstreichen und die Bürgern und Bürgerinnen Hamburgs auf diesen Misstand aufmerksam machen. Eine effiziente und vor allem wirkungsvolle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die teilweise auf die Unterstützung der Jugendzentren, Häusern der Jugend, Jugendcafes und ähnlichen Einrichtungen in ihren Stadtteilen angewiesen sind, kann so absolut nicht mehr gewährleistet werden. Die Lösung für finanzielle Probleme der Stadt kann nicht darin liegen, ihre eigene Zukunft im Regen stehen zu lassen.

Das Startloch bei TIDE TV

Am 3.11.2010 wurde deser Beitrag zum Startloch vom Stadtsender TIDE ausgestrahlt und ist jetzt bei YouTube zu finden: TIDETVhamburg schreibt dazu auf YouTube: Rahlstedt ist der größte Stadtteil Hamburgs. Das…

Resolution: Perspektiven sichern für Kinder, Jugendliche und Familien

Ein greif- und sichtbares Ergebnis der offenbar gut besuchten Veranstaltung in der Patriotischen Gesellschaft - Wie soll das gehen? - ist die folgende Resolution, die die TeilnehmerInnen der Diskussion am 21.10.2010 verabschiedet haben. Gefordert werden: Sicherung der finanziellen und personellen Ressourcen für verlässliche offene Angebote und für deren fachliche Begleitung und Weiterentwicklung sowie ein Dialog zwischen Trägern, Behörden und Politik um die finanzielle Kontinuität sicherzustellen. Und als Wunsch wird ein zehnprozentiger Anteil der Jugendhilfeausgaben für die infrastrukturellen offenen Arbeitsfelder ins Spiel gebracht, wie er auch im Berliner Ausführungsgesetz zum KJHG festgehalten ist (§45). Die Resolution darf auch weiterhin gern unterzeichnet werden!