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Ein 180 Meter langer Brief zur Unverzichtbarkeit der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in Bergedorf

Laut und orange muss es am Dienstag in Bergedorf gewesen sein. Der Jugenhilfeausschuss tagte im Lichtwarkhaus und wurde u.a. von 120 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus verschiedenen kürzungsbedrohten Einrichtungen der OKJA besucht.
JHA Bergedorf

Bei facebook heißt es dazu u.a.:

Eine tolle Aktion: Heute kamen Kinder, Jugendliche und Einrichtungsvertreter der OKIJUA aus Bergedorf in orange in den Jugendhilfeausschuß und haben die offene Bürgersprechstunde genutzt, um Fragen zu den Kürzungen zu stellen. Ein „Kilometerlanger“ Brief der Jugendlichen wurde aufgehängt, der erklärte, was den Kindern ihre Einrichtungen bedeuten und warum sie für deren Erhalt kämpfen. Das hat die Herzen wirklich erreicht! 🙂

Ja das war sehr eindrucksvoll. Es waren um die 120 Kinder, Jugendliche+Mitarbeiter der OKiJA da. Und der Jugendhilfeausschuss wurden von einem 180 Meter langem Brief umzingelt. Diesen hatten eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen aus allen Bergedorfer Einrichtungen geschrieben. Große Klasse !!!!!

Dazu gab es eine Mauer

und Transparente

Und es gab einen Beschluss, des Jugendhilfeausschusses, der sich gegen die vorgesehenen Kürzungen wendet – zustande gekommen teils mit Enthaltung der SPD-Mitglieder (Punkt 1-3), teils gegen die SPD-Stimmen (Punkt 4) und teils mit SPD-Zustimmung (Punkt 5).

Wortlaut:

1. Der Jugendhilfeausschuss bekräftigt seinen Beschluss vom Februar d.J., die angedachten Kürzungen in den o.g. Rahmenzuweisungen als fachlich nicht zu rechtfertigenden, erheblichen Eingriff in die soziale Versorgung der Bergedorfer Kinder, Jugendlichen und Familien in den genannten Arbeitsfeldern zurück zu weisen und fordert den Bezirksamtsleiter auf, sich bei der zuständigen Fachbehörde dafür einzusetzen, die Rahmenzuweisungen nicht zu kürzen und die für die tariflichen Steigerungen in 2013 und 2014 zusätzlich benötigten Personalverstärkungsmittel bereitzustellen.
2. Der JHA kritisiert die Entscheidung der Bezirksversammlung, den Beschluss des JHA nicht in der im JHA beschlossenen Fassung als Stellungnahme des Jugendamtes Bergedorf/Jugendhilfeausschuss zu beschließen.
3. Der JHA Bergedorf stellt fest, dass er der Verwaltung des Jugendamtes keinen Auftrag erteilt hat, mit Trägern Gespräche über die Einstellung ihrer bisherigen Angebote zu verhandeln.
4. Der Jugendhilfeausschuss lehnt eine Befassung mit Umstrukturierungen hinsichtlich der Trägerangebote in Bergedorf allein auf Grund von finanziellen Erwägungen so lange ab, solange nicht die Bürgerschaft über die Vergabe der Haushaltsmittel an die Fachbehörden entschieden hat.
5. Der Jugendhilfeausschuss wird sich nach Vorliegen eines vom JHA beschlossenen Jugendhilfeplanes mit der fachlichen und konzeptionellen Entwicklung der Angebote für Kinder und Jugendliche und ihren Familien im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzmittel befassen.

Mehr zur turbulenten Ausschusssitzung gibt es in der Bergedorfer Zeitung zu lesen…

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